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Kinzigtalsperre - Vertiefte Sicherheitsüberprüfung mit Beckenentleerung

Die Kinzigtalsperre des Wasserverbandes Kinzig (WVK) zwischen Bad Soden-Salmünster und Steinau an der Strasse wurde im Spätsommer entleert und einer vertieften Sicherheitsüberprüfung unterzogen.

 
Bei der Maßnahme handelte es sich um eine routinemäßige Sicherheits-
überprüfung, die für Anlagen dieser Art alle 10 Jahre vorgesehen sind. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des WVK, der Aufsichts- und Fachbehörde sowie dem Planer ARCADIS begleitete und steuerte den Projektfortschritt.

Der Abstau der Talsperre begann am 19. August 2002. Die Inspektions- und Wartungsarbeiten der sonst unter Wasser liegenden Betriebsan-
lagen wurde am 16. Dezember abgeschlossen. Nach dem Wiedereinstau wurde die Talsperre beim Hochwasser am 03. Januar 2003 bis 11,86 m erstmals bis zum Vollstau (12 m) eingestaut. Dabei kam sie ihrer Aufgabe zur Hochwassersicherung im geplanten Umfang nach und verhinderte größere Schäden im Unterlauf. Auswertung und Dokumentation folgten 2003. Seit 2004 werden nach einem mittelfristigen 5-Jahresplan sukzessive verschiedene Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt.

Leistungen ARCADIS:
  • Projektmanagement, Projektkoordination
  • Wasserrechtsantrag für die Beckenentleerung
  • Planung der gewässerökologischen Beweissicherung und Biomonitoring
  • Standsicherheitsnachweise für Staudamm und Bahndamm, Verformungsberechnungen
  • Instandsetzung von Betonbauteilen und Asphaltdichtung, HOAI Lph 1 - 8
  • Überprüfung und Sanierung hydrologischer und geotechnischer Messsysteme
  • Durchführung, Dokumentation und Bewertung hydrologischer und geotechnischer Messungen
  • Geotechnische Feld- und Laborversuche
  • Sicherheitsbericht

Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfung:

  • Es gibt keine Hinweise auf Defekte im Dichtungssystem (Dichtungsfolie mit Dichtungsschleier)
  • Größere Schäden an der Bausubstanz oder den betrieblichen Einrichtungen sind nicht aufgetreten
  • Die Talsperre beeinflusst mit ihren wechselnden Wasserständen den Bahndamm nicht
  • Statische, hydrologische und hydraulische Bemessungsgrundlagen entsprechen den heutigen Anforderungen
  • Die Betriebssicherheit und Standsicherheit der Kinzigtalsperre sind gewährleistet
  • Die Talsperre steht für den Hochwasserschutz des unteren Kinzigtales zur Verfügung und hat sich bei Hochwasser vom 3. Januar 2003 bewährt
Kontakt

Dr.-Ing. Paul J. Brinkmann
Tel.: +49(0)6151 388-437