Das rund 43 km lange Baulos B der Neubaustrecke Köln-Rhein/Main (ICE-Trasse), Bauabschnitt Mitte, liegt in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Trassenführung verläuft auf weiten Strecken parallel zur BAB A3 und führt durch die Mittelgebirge Westerwald und Taunus. Als Oberbau kommt das System Feste Fahrbahn zum Einsatz. Durch die Zugabe von Bindemitteln konnte der beim Auffahren der Einschnitte gewonnene gemischt- und feinkörnige Boden als Dammbaustoff verwendet werden.
Geotechnische Verformungsmessungen
Im Zuge der Bauausführung wurden die Größe und der Verlauf der Untergrund- und Eigenverformungen im Bereich der Erdbauwerke sowie in den Übergangsbereichen von Damm / Kunst-bauwerk u.a. mittels geotechnischer Messeinrichtungen erfasst.
Eingesetzte Messverfahren:
- Horizontalinklinometer zur Erfassung von Setzungsmulden
- Extensometer zur schichtabhängigen Erfassung der Setzungen im Untergrund
- Hydrostatische Setzungsgeber, Metall-Setzungsplatten, Vertikalinklinometer und Porenwasserdruckgeber für spezielle Messaufgaben
Verfolgung und Prognose des Zeit-Setzungsverhaltens von Erdbauwerken
Es war sicherzustellen, dass die Trasse im Verlauf der Nutzungszeit (rd. 60 Jahre) unter dem Hochgeschwindigkeitsverkehr sicher, komfortabel, wartungsarm und ständig verfügbar ist. Dazu mußten die zulässigen Setzungen/ Setzungsunterschiede der Schiene im Hinblick auf die begrenzten Nachstellmöglichkeiten der Festen Fahrbahn eingehalten werden. Es war nachzuweisen, dass die nach Einbau der Festen Fahrbahn noch zu erwartenden Restsetzungen aus Konsolidierung größer als 15 mm sind.
Leistungen von ARCADIS:
- Erstellen von Verformungsmessprogrammen
- Einbau bzw. Einbauüberwachung der geotechnischen Messeinrichtungen
- Durchführung und Auswertung der geotechnischen Messungen
- Plausibilitätskontrolle der Messwerte
- Extrapolation von Setzungmesswerten (Hyperbolische Methode)
- Prognostizierung der noch zu erwartenden Restsetzungen
- Interpretation der Ergebnisse