Doch manchmal geraten Projektkrisen außer Kontrolle. Unterschiedliche Gründe können dahinter stehen, z.B. ein „Außenrisiko“, das eingetreten ist. Aber häufig verursachen auch „Innenrisiken“ wie Schlechtleistungen, Terminverzüge oder Insolvenzen erhebliche projektgefährdende Krisen.
Wir machen Projektkrisen handhabbar
Um zu verhindern, dass eine solche Krise ein ganzes Projekt gefährdet, sind schnelle und beherzte Maßnahmen erforderlich. Von Menschen, die schnell analysieren, auf ein fundiertes Arsenal von Maßnahmen zurückgreifen und diese zügig umsetzen können. Eigentlich eine Forderung, die an das Projektteam gestellt werden muss. Doch häufig können die Teammitglieder – vom Projektleiter des Auftraggebers über den Projektsteuerer bis hin zum Planer – nicht mehr neutral oder unabhängig agieren. Dann macht es Sinn, einen außenstehenden Krisenmanager einzuschalten. Der ohne eigene Vorgeschichte im Projekt nur der Sache verpflichtet ist. Der auch mal unangenehme Maßnahmen vertritt. Der nicht betriebsblind ist, sondern seinen Außenblick nutzt, um Auswege zu entdecken. Diese Rolle können wir für Sie übernehmen.
Wie machen wir das?
Wir haben viele Krisen in den unzähligen Projekten unserer Unternehmensgeschichte miterlebt, geschlichtet, gelöst. Und dabei unheimlich viel gelernt. Einige unserer erfahrensten Mitarbeiter haben jetzt gemeinsam ein Methodenset erarbeitet, das uns erlaubt, schnell und kompetent in Krisensituationen zu agieren. Unsere generelle Führungserfahrung in Projektorganisationen, unsere Kompetenz in Projekt-Strategieentwicklung, Maßnahmenimplementierung und Ergebniskontrolle sind die Grundvoraussetzungen für die Krisenmanager. Aber mehr noch setzen wird bei diesen Mitarbeitern auf exzellente analytische Fähigkeiten, auf Verständnis von Prozessen (und Prozess-Benchmarking). Besonders aber ist die schnelle Lokalisierung von „Potenzialhebeln“ wichtig, den Stellschrauben, die das Projekt wieder „flott“ machen können. Unter Einsatz unserer in der Projektsteuerung geschliffenen Managementkompetenz (Kosten-, Termin-, Qualitäts- und Risikomanagement) können wir aus der Analyse schnell in die Aktion kommen. Doch bleibt Aktion leicht „Aktionismus“, wenn das richtige Maß an sozialer Kompetenz fehlt. Moderation von Konflikt- und Krisenprozessen, Motivation der Beteiligten zur Lösungsfindung, Mediation und klare Führungskompetenz sind die Schlüssel für ein strukturiertes Krisenmanagement.
In Stichworten hier noch mal die wichtigsten Prozessschritte:
Analyse der Krisensituation und Identifikation der kritischen Elemente hinsichtlich:
- Zielkonflikte, Entscheidungsverzüge
- Positionierung / Priorisierung
- Vertrags- und andere Konflikte zwischen den Beteiligten
- Ungeklärte Prozesse / Schnittstellen
- Budgetprobleme, Terminverzüge, falsche Ressourcenzuordnungen
- Unzureichende Systeme / Projektmanagementmethodik / Berichtswesen
- Entscheidungsmanagement
- von außen ins Projekt getragene Änderungen oder Behinderungen
- und vieles mehr
Erarbeitung von Lösungskonzepten und Maßnahmenplanung
- Niederschrift und zweifelsfreie Vereinbarung von Projekt- und Einzelzielen der Beteiligten
- Ggf. Erarbeitung mehrerer Optionen der weiteren Vorgehensweise
- Vorschlag einer verbindlichen Festlegung des weiteren Planungs- und Bauprozesses
- Erarbeitung eines neuen Budgets und Terminrahmens (mit Zwischen- und Übergabeterminen)
- Entwicklung von Umsetzungsplänen inkl. Meilensteinen und Verantwortlichkeiten
- Aufsetzen eines angepassten Projekt-, Konflikt- und Risikomanagementsystems
- Strukturierung eines einheitlichen Vertrags-, Änderungs- und Entscheidungsmanagements
Realisierung der Maßnahmen
- Anpassung und Abschluss angepasster Verträge
- Implementierung und Durchsetzung der neuen Prozessabläufe
- Führen des Projekts „in sicheres Fahrwasser“
- Ggf. Hinzuziehung von zusätzlicher Unterstützung für das Team
- Projektmonitoring / Erfolgskontrolle der eingesetzten Maßnahmen
- Kommunikation mit der Auftraggeberebene, Reporting und Dokumentation
Unsere Erfahrungen
Seit Jahrzehnten steuern und begleiten Mitarbeiter von ARCADIS Projekte jeder Größenordnung – vom Ausbau einer technisch hoch anspruchsvollen Klinik über Büro-, Retail- und Hotelprojekte bis zum Neubau eines Flughafenterminals oder Bahnhofs. In vielen dieser Projekte gab es dramatische Krisen, in fast allen konnten wir mit äußerstem Einsatz die ursprünglichen Ziele am Ende doch erreichen. In manchen Projekten sind wir vom ersten Tag beteiligt, in anderen werden wir gerufen, wenn fast nichts mehr zu retten ist. Beides – und alles dazwischen – ist für uns möglich. Wir haben eine Menge Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichstem Background. Aber eins ist klar: Wir nennen nur die „Krisenmanager“, die sich durch ihre persönliche Integrität und langjährige Erfahrung diesen Titel hart erarbeitet haben. Und die nicht zuletzt so viel Fingerspitzengefühl und soziale Führungskompetenz mitbringen, dass sie Projektteams überzeugen und nicht nur überstimmen. Unsere Referenzen zum Thema Krisenmanagement nennen wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch, Sie werden verstehen, dass wir aus Diskretion hier keine Projekte niederschreiben können.
Darüber hinaus
„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Auch wenn wir die aktuelle Projektkrise meistern konnten, ist die Vermeidung der nächsten Krisen durch rechtzeitiges und unbestechliches Risiko- und Projektmanagement die eigentlich sinnvollste Wahl. Dies bieten wir Ihnen an. Bei dem jetzigen Projekt oder dem nächsten. Konkret und angepasst auf die jeweilige Projektsituation, sei es in Deutschland oder darüber hinaus. Sei es ein klassischer Hochbau mit bereits feststehender Architektur oder eine Aufgabe, die wir gemeinsam mit unseren Engineering-Kollegen von ARCADIS erledigen können. Mehr als 15.000 Mitarbeiter stehen weltweit zur Verfügung, die fast alles im Planen und Bauen schon einmal gesehen haben. Viele von ihnen technisch an der Spitze der heutigen Entwicklung. Und alle pragmatische Dienstleister mit nur einem Ziel: Dem Erfolg unserer Kunden.